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Projekt Lern- und Ressourcenplattform Afrika (PLURA)

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Das PLURA-Projekt

Was ist PLURA?

PLURA steht für „Projekt Lern- und Ressourcenplattform Afrika“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Bayreuth Academy of Advanced African Studies durchgeführt. Letztere ist eine Forschungseinrichtung der Universität Bayreuth, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kunstschaffende in verschiedenen Unterprojekten zusammenbringt, um sich über unterschiedliche Aspekte des Themas „Future Africa -Visions in Time“ auszutauschen.

Im Zuge ihrer Bemühungen um Wissenstransfer und Wissenschaftskommunikation führt die Bayreuth Academy mehrere sogenannte Outreach-Projekte durch, darunter auch PLURA.

Warum PLURA?

Das Ziel von PLURA ist es, eine Online-Plattform aufzubauen, die Unterrichtsmaterialien und -ideen sowie Hintergrundinformationen für Lehrkräfte und Dozierende im Sekundarbereich und in der Erwachsenenbildung bereitstellt.

Afrika wird in deutschen Medien und auch in Schulbüchern und Unterrichtshandreichungen oft in stereotyper und veralteter Weise dargestellt. Die großen K – Krisen, Katastrophen, Konflikte, Korruption und Krankheiten dominieren den allgemeinen Diskurs über den Kontinent. Armut und ländliches Leben prägen das Bild, das von “den Afrikanern“ gezeichnet wird. Bis heute lernen junge Menschen in Deutschland wenig über die große Diversität des Nachbarkontinents, über das Alltagsleben jenseits der Krisen über die boomenden Städte und die wachsenden Volkswirtschaften - ganz zu schweigen von den Hoffnungen und Zukunftsträumen von (jungen) Menschen in Afrika.

Hier möchte PLURA ansetzen durch die Entwicklung von zeitgemäßen Materialien, die der Vielfalt und Komplexität des Kontinents Rechnung tragen und aktuelle Entwicklungen abbilden.

In Dossiers, Handreichungen und Hintergrundtexten werden wissenschaftlich fundierte und allgemeinverständliche Informationen zu aktuellen, afrikabezogenen Themen zur Verfügung gestellt.

Eine Fotodatenbank bietet die Möglichkeit, auf lizenzfreie Bilder zuzugreifen, die den afrikanischen Kontinent in seiner Vielfalt und jenseits der gängigen Klischees zeigen.

Hinzu kommen Videos und Audiotexte, in denen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern unmittelbar zu Wort kommen.

Alle Materialien sind in enger Zusammenarbeit zwischen Afrikawissenschaftler/innen, Personen aus der Lehrerbildung und Lehrkräften entstanden.

Afrika und Bayreuth

Die Bayreuth Academy of Advanced African Studies ist Teil des Afrikaschwerpunkts der Universität Bayreuth. Der regionale Forschungsschwerpunkt zu Afrika wurde bereits bei der Gründung der Universität 1975 eingerichtet. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Universität Bayreuth zu einem auch im globalen Maßstab führenden Standort der Afrikaforschung entwickelt. Als eines von sieben Profilfeldern der Hochschule umfassen die Afrikastudien die Gesamtheit der afrikabezogenen Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten von Bayreuther Wissenschaftler/innen aus vierzig verschiedenen Fächern, von den Kultur- und Sprachwissenschaften über die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Geo- und Biowissenschaften bis zu den Ingenieurswissenschaften. Sämtliche afrikabezogenen Aktivitäten an der Universität Bayreuth koordiniert das Institut für Afrikastudien.

Innerhalb dieses Fächerspektrums, das in seiner Breite und Vielfalt an einer Universität einzigartig ist, wurde von Anfang an konsequent die interdisziplinäre Kooperation gefördert. Besonders wichtig war und ist dabei die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in und aus Afrika gemäß dem Credo ‚Forschung über Afrika nur mit Afrika‘.

Die Universität Bayreuth ist mit den Afrikawissenschaften auch immer wieder erfolgreich in der Einwerbung großer Drittmittelprojekte. So entstand im Jahr 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative die Bayreuth Graduate School of African Studies (BIGSAS). Seit 2012 besteht die „Bayreuth Academy of Advanced African Studies“, die bis 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Mit Beginn des Jahres 2019 startet nun das Exzellenzcluster „Africa Multiple“, das in den kommenden sieben Jahren das Profilfeld Afrikastudien in enger Kooperation mit Partnerinstitutionen in Afrika neu ausrichten wird. Dabei sollen die kontinentalen und transkontinentalen Verflechtungen kultureller, sprachlicher, sozialer, religiöser, politischer, ökonomischer und ökologischer Prozesse sichtbar werden.

Feedback erwünscht

Wenn Sie Fragen, Anmerkungen, Kritik oder Lob zu unseren Materialien sowie Ideen für weitere Themen haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an: info@zukunft-afrika.de.

Wir würden uns auch freuen, wenn Sie uns berichten, wie Sie das Material von zukunft-afrika.de in Ihrem Unterricht bzw. in Ihrer Veranstaltung eingesetzt haben.


Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Doris Löhr-Broß